Spieglein, Spieglein an der Wand, wie soll ich führen in diesem Land?

Der Chef ist immer ein Vorbild – im Guten wie im Schlechten. An seinem Verhalten orientieren sich Mitarbeiter. Damit hängt der Erfolg des Unternehmens wesentlich davon ab, wie Führungskräfte wahrgenommen werden. Doch nicht selten klafft zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung ein tiefer Spalt. Und so fragt sich mancher Chef oft: Womit habe ich das (Verhalten meiner Mitarbeiter) verdient? Die Antwort ist simpel: Mit der Art und Weise, in der Führungskräfte – oft unbewusst – mit ihren Mitarbeitern umgehen.

Führungsqualitäten gibt es aber leider nicht von der Stange. Zum Teufel also mit dem soundsovielsten Managementtool, meint Führungskräftetrainer Thomas Ammon.

Menschen brauchen authentische (Vor-)Bilder. Motivieren heißt zunächst, sich erst einmal selbst zu bewegen, dann erst kann man andere bewegen. Führungskräfte brauchen darüber hinaus auch ein positives Menschenbild, um die Möglichkeiten ihrer Mitarbeiter erkennen und ausschöpfen zu können.

In der Reihe EUROCOM management-forum stellt Thomas Ammon deshalb die provozierende Frage „Der Chef-TÜV – Spieglein, Spieglein an der Wand, wie soll ich führen in diesem Land?“.

Bitte melden Sie sich auf der Website www.nik-nbg.de, oder per Fax (0911/37 65 00 – 299) verbindlich an, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Der Besuch ist kostenfrei.

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Corporate Social Responsibility – Zahlt sich das aus?

In einer neue Studie der Europäischen Kommission werden Zusammenhänge im Industriesektor untersucht. Nachhaltige CSR-Strategien sind demnach auf den jeweiligen Industriezweig auszurichten.

Lesenswert!

http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sustainable-business/corporate-social-responsibility/competitiveness/index_en.htm

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Mit Werten in Führung gehen – Ethik und Werteorientierung zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Zeit für Ethik trifft Hochschule:

Die Initiative „Zeit für Ethik e.V.“ war am 12. Januar 2011 zu Gast an der Hochschule Amberg-Weiden in Weiden. Unter dem Titel „Mit Werten in Führung gehen – Ethik und Werteorientierung zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ hielt Dr. Harald Bolsinger auf Einladung von Prof. Ralph Erik Hartleben einen Gastvortrag zum Thema Unternehmensethik im Fach Unternehmensführung, Studiengang Sprachen, Management und Technologie (Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen).

Im Nachgang wurde ein erstes Forschungsprojekt in Kooperation der Hochschule Amberg-Weiden und der Initiative Zeit für Ethik aufgesetzt. Eine erste praxisorientierte Arbeit „Balanced Ethics Scorecard“ soll auf Basis konkreter Erfahrungen in der Initative Zeit für Ethik mit einem Finanzdienstleister und dem Forschungsstand der Professur von Ralph Hartleben im Themenfeld Balanced Scorecard erstellt werden.

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3. ErfA-Runde Unternehmensethik in der WÖHRL Akademie Schloss Reichenschwand

Am Dienstag, den 18. Januar 2011 (voraussichtlich von 19 bis 21 Uhr) ist Zeit für Ethik zu Gast in der WÖHRL Akademie Schloss Reichenschwand. Dr. Sebastian Gradinger, Geschäftsführer der Akademie, wird als unser Gesprächspartner sein Konzept und seine Erfahrungen mit Ethik vor- und zur Diskussion stellen. Wir freuen uns schon jetzt auf diesen Abend.

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Deutschlands größter Wertekongress 2011 zu Gast in Nürnberg

Neben spannenden Plenumsvorträgen von hochkarätigen Referenten bietet der „Kongress christlicher Führungskräfte“ 48 Seminare und Workshops, branchenbezogene Networkingangebote, eine große Fachausstellung und eine bunte Mischung aus Musik- und Kulturangeboten.

Das Programm finden Sie online auf den Seiten des Kongresses. Akteure aus der Metropolregion Nürnberg sind mit einem Gemeinschaftsstand auf der Fachausstellung vertreten und werden eine Networkingveranstaltung für die Kongressbesucher aus der Metropolregion Nürnberg anbieten. Auch Zeit für Ethik Mitglieder werden den Kongress bereichern.

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easyCredit Unternehmenskultur, TeamBank AG, in der 2. ErfA-Runde Unternehmensethik

Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allg. Gesetzgebung gelten könnte. (Immanuel Kant: Kategorischer Imperativ). Das ist eine wichtige Grundlage der auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichteten Unternehmenskultur von easyCredit (TeamBank AG), der in den beiden Sätzen „wir sind ehrbare Kaufleute“ und „lieber ein zufriedener Nichtkunde als ein unzufriedener Kunde“ in die Unternehmenswerte Eingang gefunden hat. Mit den genossenschaftlichen Prinzipien („Nichts ist so geeignet, die sittliche Würde im Arbeiter rege zu halten, als wenn er seine Thätigkeit nicht blos als Broderwerb, sondern in ihrer Bedeutung für die gesamte Gesellschaft begreift.“ [Hermann Schulze-Delitzsch]) hat der Ratenkreditexperte seit dem Wechsel in die genossenschaftliche Finanzgruppe sich einem durchgreifenden Wertewandel unterzogen. Verantwortung und Vertrauen bilden die Grundlage der Führungskultur.

Der Wertekanon der TeamBank AG stand im Zentrum der 2. ErfA-Runde und wurde von Philipp Blomeyer zur Diskussion gestellt.

easyCredit bei Zeit für Ethik

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Vortrag und Workshop: Wertschöpfung durch Wertschätzung

Am 7. Oktober 2010, ab 17 Uhr laden wir – Dr. Harald Bolsinger von der Initiative „Zeit für Ethik“ und Dr. Andreas Grabenstein von persönlichkeit+ethik – herzlich zu einem Vortrags- und Workshopabend ein, den wir gemeinsam mit Caroline Schultheiss unter dem Dach von schultheiss seminare veranstalten.

Das Thema des Abends lautet: „Wertschöpfung durch Wertschätzung. Gelebte Wertekultur im unternehmerischen Alltag“. und: Es wird nicht nur Input geben, sondern auch einiges zum Ausprobieren und Einüben. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF).

Andreas Grabenstein

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Zweite ErfA-Runde Unternehmensethik

Nach dem gelungenen Start der ErfA-Runde im Juni 2010 gehen wir mit Philipp Blomeyer von der TeamBank AG (Nürnberg) am 21. September 2010 in die zweite Runde: Er wird die Werte der TeamBank AG im Kontext der Unternehmensstrategie vor- und zur Diskussion stellen: „Wir sind ehrbare Kaufleute“. Gastgeber ist wieder das Berufsförderungswerk in der Schleswiger Straße, Nürnberg.

Der Abend wird wieder als wertschätzende kollegiale Beratung moderiert. Der Sinn ist, den Input von Herrn Blomeyer zu würdigen, ihm differenzierte Rückmeldungen zu geben, und viel Anregungen und Ideen für die eigene unternehmensethische Praxis mitzunehmen.

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WorkLife2.0Camp

Wie können Unternehmen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter Familie und Beruf besser vereinbaren können? Antworten auf diese Frage werden am Freitag und Samstag, 17. und 18. September 2010 erarbeitet.

Die Veranstaltung findet im Zuge des Pilotprojektes „Modellregion Familienbewusste Personalpolitik“ statt und wird im neuen Veranstaltungsformat des BarCamps durchgeführt. Bei dieser offenen Tagungsform werden Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern selbst entwickelt. Angesprochen sind Unternehmerinnen und Unternehmer,  Personalverantwortliche,  lokale Entscheidungsträger und aktive Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen wie Menschen aus der Politik. Interessenten können sich mit eigenen Beiträgen einbringen oder Blogger unterstützen, die das BarCamp im Internet begleiten. Veranstalter ist die IHK Nürnberg für Mittelfranken in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung und dem Bundesfamilienministerium.

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Götz Werner in Nürnberg

Am Dienstag, 8. Juni sprach der Gründer der dm-Drogiermarkt-Kette, Götz Werner, an der Uni Erlangen-Nürnberg über seine Vision eines bedingungslosen Grundeinkommens. Der Hörssal platzte dabei aus allen Nähten und konnte nicht einmal alle Interessenten aufnehmen. Am Ende bedeutete dies: ca. 450 interessierte Zuhörer. Es war eine bunt gemischte Gruppe, Rentner, Schüler, Wissenschaftler und Nicht-Akademiker. Dies zeigt, dass das Thema Bedinungsloses Grundeinkommen die Menschen quer durch alle Bevölkerungsgruppen anspricht.

Was macht den Mann und seine Idee so interessant? Werner ist ein Unternehmer par Excellence. Im Jahr 1973 eröffnete er seine erste dm-Filiale; aktuell sind es ca. 2.250 Niederlassungen. Dabei beschäftigt dm mehr als 33.000 Mitarbeiter (Geschäftsjahr 2008/-2009). Werner fordert, dass alle Bürger einen gesetzlichen Anspruch auf ein bedingungsloses Grundeinkommen haben sollen. Bedingungslos heißt dabei wohlgemerkt, egal ob jemand gerade einer Arbeit nachgeht oder nicht. Dass dies zum Widerspruch anregt, ist klar. Und eine kritische Auseinandersetzung im Sinne einer ergebnisoffenen Forschungsfrage, genau das möchte der Unternehmer auch erreichen.

Werner ging in seinen Ausführungen auf grundsätzliche Fragestellungen ein. Es geht ihm nach eigener Aussage darum, die Menschen zum Nachdenken anzuregen, denn: Nur das, was die Menschen denken könnten, werde von der Politik realisiert. Und dass das bedingungslose Grundeinkommen Realität werden wird, daran glaubt Werner felsenfest.

Werner präsentierte sich im Verlauf des Vortrags als Visionär und glänzender Unterhalter. So bot der Vortrag eine ausgewogene Mischung aus Vision, Information, Unterhaltsamen und Nachdenklichem.

Was Götz Werner als Unternehmer und Visionär hervorhebt, ist sein positiv besetztes Menschenbild – der unumstößliche Glaube daran, dass Menschen danach streben, ihre Talente zur Entfaltung bringen zu können. Doch genau daran, so Werner, werden sie durch ordnungspolitische Regelungen wie Hartz IV gehindert. So lautet der Titel seines Vortrags dann auch: „Die Kraft der Initiative: Unternehmerisches Handeln und das bedingungslose Grundeinkommen“

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UnternehmensEthischer Salon am 10. Juni 2010: Manager und Unternehmer

Manager und Unternehmer.
 Chancen für verantwortliche Führung in unterschiedlichen Rollen.

Gemeinsam mit dem Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE e.V.) und der Sparkasse Nürnberg laden das Institut persönlichkeit+ethik und die Initiative „Zeit für Ethik“ am 10. Juni 2010 wieder zu einem UnternehmensEthischen Salon ein. Martin Daut, Vorstand der simple fact AG und früher CEO von Cortal Consors, und Professor Dr. Thomas Schwartz, Unternehmensethiker aus Augsburg, stellen sich an diesem Abend dem Gespräch. Im Fokus stehen die Unterschiede zwischen angestelltem Management und selbst haftenden Gesellschaftern: Martin Daut wird aus seinen Erfahrungen mit beiden Führungsformen berichten und die ethischen Konsequenzen mit Professor Schwartz und den Teilnehmenden reflektieren.

UES-Logo

Forum Franken
des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik e.V.
gemeinsam mit dem Institut persönlichkeit+ethik
im Georg-Simon-Ohm-Management-Institut Nürnberg

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Europa nimmt sich „Zeit für Ethik“ – Nürnberg zeigt wie´s geht

Am 31. Mai 2010 wurde die Nürnberger Initiative „Zeit für Ethik“ in Madrid von  der Europäischen Kommission geehrt. Zuvor als Deutschlandsieger prämiert, trat „Zeit für Ethik“ im Wettbewerb mit den jeweiligen Landessiegern aus Estland, Italien, Finnland, Slowakei, Zypern, Polen, Belgien, Irland, Norwegen und Schweden in der Preiskategorie „Verantwortliches und umfassendes Unternehmertum“ an. Eine hochkarätige internationale Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik erachtete die Initiative „Zeit für Ethik“ als erwähnenswertes Vorbild auf dem Gebiet der Entrepreneurship-Förderung für verantwortliches und umfassendes Unternehmertum. Der Initiative “Zeit für Ethik” wurde europaweite Aufmerksamkeit mit einer Ehrung durch den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Antonio Tajani für die Jury  in Madrid zuteil: Zeit für Ethik erhielt den Sonderpreis des EEA 2010.

Frank Thyroff, als ehemaliger Leiter des Amtes für Wirtschaft der Stadt Nürnberg Urvater der Nürnberger Initiative und jetzt Geschäftsführer der wbg Nürnberg GmbH, freut sich über die Auszeichnung: „Ich freue mich, dass mit der Auszeichnung unserer Initiative die Auseinandersetzung zu unternehmensethischen Fragen eine neue Qualität gewinnt.“  Wolfgang Böhm, der momentan an einer Schwesterinitiative im Allgäu arbeitet unterstreicht: „Das Unternehmenethos wird gerade in der jetzigen turbulenten Zeit noch wesentlicher zur Differenzierung am Markt.“ Eine nachhaltige Unternehmensethik geht weit über Fragen der Corporate Social Responsibility hinaus: „Als Personaldienstleister steht in meiner täglichen Arbeit der Mensch im Mittelpunkt.“, begründet Christian Summa, Mitinitiator und Nürnberger Niederlassungsleiter bei von rundstedt, sein Engagement für die Initiative. Dr. Andreas Grabenstein sieht sich darin bestätigt, Unternehmensethik und Werteorientierung regelmäßig in den Blick zu nehmen: „Zeit ist die Investition, die es braucht, um eine ethisch ausgerichtete Strategie und eine werteorientierte Unternehmenskultur erfolgreich zu machen. Ich bin froh, dass sich immer mehr Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg Zeit für Ethik nehmen.“

Bereits zum vierten Mal prämiert die Europäische Kommission herausragende Leistungen von öffentlichen Institutionen und öffentlich-privaten Partnerschaften mit dem European Enterprise Award. Die Auszeichnung wird in fünf Kategorien vergeben und dient der Förderung von Entrepreneurship. Der European Enterprise Award wird von den renommierten europäischen Dachorganisationen „Assembly of European Regions“, „Committee of the Regions“, „EUROCITIES“, „European Association of Economic Development Agencies“, „EUROCHAMBRES“ und der „UEAPME“ unterstützt. In den EU-Mitgliedstaaten sowie in Island, Norwegen und der Türkei wurden im Herbst 2009 die Sieger der nationalen Vorentscheidungen ermittelt. 326 Projekte aus 28 Ländern traten hier in Wettbewerb um die Nominierung auf europäischer Ebene. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn betreut den Wettbewerb auf deutscher Ebene.

Dr. Harald Bolsinger, der für die Initiative die Ehrung in Madrid entgegennahm, hofft auf Nachahmer: „Klare Werteorientierung und gute unternehmensethische Überzeugungen sind Garanten für ein nachhaltig menschenorientiertes und sinnvolles Wirtschaften. Ein Austausch darüber macht vor allem dort Sinn, wo man sich kennt. Deswegen wünsche ich mir vergleichbare regionale Initiativen in ganz Europa.“

„Zeit für Ethik“ ist eine Initiative von Persönlichkeiten aus der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Sie stärkt die ethische Haltung von Führungskräften und macht die Bedeutung von Werteorientierung in Unternehmen dauerhaft bewusst. Sie vernetzt und berät Führungskräfte und Unternehmen, welche die eigene Geschäfts- und Personalstrategie aus ethischer Perspektive neu ausrichten und stärken wollen. Sie unterstützt Menschen mit Verantwortung in der Wirtschaft, sich die eigenen Werte und Wurzeln zu vergegenwärtigen.

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„Zeit für Ethik“ erfährt mit Sonderpreis des EEA 2010 Ehrung auf europäischer Ebene

„Zeit für Ethik“ geehrt beim „European Enterprise Award 2010“

Mehr als 330 Projekte zur Förderung von Entrepreneurship aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten und Norwegen haben sich 2009 an dem Wettbewerb der Europäischen Kommission beteiligt. Davon wurden 53 Projekte im Rahmen vorgeschalteter nationaler Auswahlverfahren bis Mitte Dezember 2009 für den Wettbewerb auf europäischer Ebene nominiert. Die Europäische Kommission hat am 15. März 2010 in Brüssel diejenigen zwölf Wettbewerbskandidaten bekannt gegeben, die in die engere Wahl für den European Enterprise Award 2010 gelangt sind.

Erfreulicherweise befanden sich beide deutsche Kandidaten unter den Titelanwärtern: die „Euregionale Gründer Initiative (EGI)“ sowie die Initiative „Zeit für Ethik“ aus der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Deutschland wurde in Madrid am 31. Mai 2010 gleich doppelt gekührt. Die „Euregionale Gründer Initiative (EGI)“ ist Europa-Sieger in der Kategorie „Supporting the Internationalisation of Business“. Der Initiative „Zeit für Ethik“ wurde europaweite Aufmerksamkeit mit einer Ehrung durch den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Antonio Tajani für die Jury  in Madrid zuteil: Zeit für Ethik erhielt den Sonderpreis des EEA 2010.

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Erste ErfA-Runde Unternehmensethik: Eine außergewöhnliche Veranstaltung mit außergewöhnlichen Menschen!

Im Rahmen der Initiative „Zeit für Ethik“ hat sich die 1. ErfA-Runde Unternehmensethik zu einer innovativen Veranstaltung getroffen. Als Vertreterin der Sparkasse Nürnberg konnte ich über unser Werte-Entwicklungs-Projekt „Wo Gut. drauf steht, ist auch Gut. drin.“ berichten. Die angewandte Methode des „Kollegialen Beratens“ beim ErfA hat zu einer sehr konstruktiven und wertschätzenden Arbeitssituation beigetragen und sich sozusagen bereits als äußerst ethisch erwiesen. Die Vorgehensweise in unserem Werte-Projekt bei der Sparkasse Nürnberg wurde von den Anwesenden als sehr gutes Beispiel von ethischen Verhalten gewertet. Es sind Rückmeldungen geäußert worden  wie Vielfalt in der Umsetzung, Identität stiftend bis hin zum Schaffen eines neuen Bewusstseins. Dies hat mich sehr gefreut. Wir denken, dieses Format ist der Weg in die richtige Richtung….

Lydwina von der Grün

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WirtschaftsEthikForum der Metropolregion Nürnberg 2010

Über 160 Führungspersonen aus verschiedenen Unternehmen kamen zum WirtschaftsEthikForum am 22. April 2010 in die Räume der DATEV eG, um sich über Erfahrungen mit guter Führung in bewegten Zeiten auszutauschen. Neben den Vorträgen und Workshops – u.a. mit Klaus Doppler, Sebastian Schwanhäußer und Marc Minor – stand der Erfahrungsaustausch im Fokus des Forums. Das DialogCafé eröffnete mit Impulsfragen intensive Dialogrunden, bei denen sich vier bis fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre Einsichten austauschten. Die Dokumentation der zentralen Inputs und die Ergebnisse der Dialogcafés finden Sie hier.

Die Einladungen zum WirtschaftsEthikForum finden Sie hier.

Die Dokumentation des diesjährigen Forums finden Sie hier.

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Führungsverantwortung in bewegten Zeiten: Durch die Krise zur Entscheidung

Durch die Krise zur Entscheidung: Gelebte Werte und Sinnstiftung als Kern der Führungsverantwortung in bewegten Zeiten

Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Dr. Georg-Suso Sutter
(Workshop auf dem WirtschaftsEthikForum der Metropolregion 2010,  22. April 2010, Nürnberg)

Die zugehörigen Folien finden Sie hier.

In der Präsentation beschäftige mich mit der Führungsverantwortung im Sinne der Personalführung (nicht mit der Unternehmenssteuerung); und damit mit meiner ganz persönlichen Führungsverantwortung als oberster Personaler gegenüber meinen zuletzt ca. 150 Mitarbeitern, die für die Betreuung/Steuerung der HR-Arbeit der Primondo GmbH mit im letzten Jahr noch ca. 15000 Menschen zuständig waren – einem Unternehmen, das mittlerweile in Folge der Insolvenz vom Markt verschwunden ist.

Ich beschäftige mich quasi in einer Nachreflektion mit dem, was mich geleitet hat oder besser gesagt mit den impliziten oder expliziten Werten, die über mein Handeln und ich meine auch über das meiner Führungskräfte im HR-Bereich und auch ins Unternehmen hinein Wirkung erzeugt haben.

Dabei möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dass ich die Vergangenheit glorifiziere oder schön rede. Dazu besteht wahrlich kein Anlass. Aber es gibt schon etwas auf das die  ehemaligen Mitarbeiter im Personalwesen zu Recht ein wenig stolz sind: Es ist die Art und Weise wie wir bei allem Elend mit der Situation, mit den Menschen, mit uns selbst umgegangen sind.

Es gab für uns und es gibt keine Patentrezepte – es gibt aber das eigene Handeln, das sich letztlich, wenn auch oft unausgesprochen, an Faktoren wie Ängsten, Mut, Verankerung in informellen Netzwerken, individuellen Überzeugungen, dann aber insbesondere an Werten ausrichtet und von daher seine  Wirkung entfaltet. Ich berichte in der Präsentation von meinen Leitlinien – und ich denke zum Teil sind es auch die meiner ehemaligen  Führungskräfte.

Um ein weiteres Missverständnis zu vermeiden: Die Entscheidung für eine werteorientierte und sinnstiftende Führung muss natürlich früher gefallen sein. Diese kann nicht in der Krise einfach aus dem Zylinder gezaubert werden, um damit Wirkung zu erzeugen.

Von einem bin ich jedoch mehr denn je überzeugt:  Werteorientierte und sinnstiftende Führung zeigt gerade in extremen Veränderungen ihren Nutzen, ihre Menschlichkeit und ihre Wirkung. Sie wird sichtbar an Menschen, die diese Werte nachleben, sich anstecken lassen und sich damit als Persönlichkeit und als Führungskraft entwickeln und reifen. Sie zeigt sich aber gerade auch in der Veränderung im Handeln der Geführten und in der eigenen Klarheit und Stabilität.

Wie schon gesagt: Wenn ich in der Präsentation die von mir in der Krise erlebte „gute Führung“ beschreibe, dann will ich nicht suggerieren, dass dies alles geplant war, und auch nicht, dass es nur gute Führung gab. Mir wurde es aber in der Nachreflektion immer deutlicher, dass gute Führung einfacher und weniger anstrengend ist als schlechte Führung. Ja, dass nachhaltig gezielte Investitionen in die Führungsarbeit dann in der Krise vieles erleichtern und sich so manche (oft akademisch) komplizierte Führungsdiskussionen erübrigen. Deshalb erlaube ich mir die Fokussierung auf „gute Führung“.

Mein Ziel ist es dann auch, Ihnen in der Präsentation „Nach-Denkens-Wertes“ oder Anlässe zur Reflektion  für Ihren Alltag oder Ihre Führungspraxis anzubieten

Meine Leitfragen für die Präsentation:

An was haben wir uns orientiert? Wie sind wir mit der Sinnbildung umgegangen als es mit der Firma zu Ende ging?

Was habe ich in der Krise persönlich als „wertvoll“ erfahren, das mich getragen hat?

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Integrität: Voraussetzung für nachhaltig werteorientierte Führung

Persönliche Integrität ist die fortwährend aufrechterhaltene Übereinstimmung des persönlichen Handelns mit einem spezifischen Wertesystem, dem sich eine Person verpflichtet fühlt.  Ein integrer Mensch lebt in dem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertevorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Persönliche Integrität ist als Treue zu sich selbst beschreibbar. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar, also sich in seinem Verhalten nicht von inneren Werten und Prinzipien, sondern von äußeren Drohungen und Verlockungen leiten zu lassen.

Nachhaltig werteorientierte Führung verlangt integre Persönlichkeiten. Wie findet man diese Menschen bei der Personalauswahl und wie gehen diese Menschen mit inneren Konflikten um?

Fragen, auf die in zwei empfehlenswerten Publikationen eingegangen wird, die sich von der Masse der Ethiklehrbücher und Fachbücher zum Personalmanagement äusserst positiv abheben:

Erfolgsfaktor Integrität

Die Personal-Falle

Der Faktor Mensch entscheidet über den Unternehmenserfolg – integre Führungskräfte sind die Basis allen nachhaltig erfolgreichen Handelns. Schmökern Sie doch mal rein . . .

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Nachhaltigkeit als Markenwert

Der bevorstehende Klimawandel ist Herausforderung und Marktchance zugleich. Kunden und Investoren denken radikal um und handeln: Wie wir aus der Studie von puls Marktforschung „Nachhaltigkeit als Markenwert“ wissen, haben Produkte bzw. Marken mit sichtbarer Nachhaltigkeitskompetenz besondere Wachstums- und Ertragschancen. Vor diesem Hintergrund geht es bei unserer Unternehmerveranstaltung am 14. April um folgende Fragen:

  • Was verbinden die Menschen mit dem Begriff Nachhaltigkeit?
  • Welche Erwartungen stellen sie an Unternehmen?
  • Wie gehen Unternehmen wie „Die Möbelmacher“, Neumarkter Lammsbräu und Faber-Castell mit dem Zukunftsthema Nachhaltigkeit um?

Wir freuen uns auf einen informativen Abend, Anregungen für Ihr Unternehmen und lebhafte Diskussionen. Weitere Informationen zum Programm finden Sie als Download. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Einladung Nachhaltigkeit

Anmeldung Nachhaltigkeit Formular

Kontakt: Herr Richartz
Wirtschaftsförderung Nürnberger Land
Waldluststr. 1
91207 Lauf a.d.Pegnitz
Tel.: 09123/950-6065
Fax: 09123/950-8004
E-Mail: wirtschaft@nuernberger-land.de
www.nuernberger-land.de

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Verantwortungsvolle Unterneh­mens­­führung auf dem Wissenschaftstag der Metropolregion

4. Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN)  ●  Freitag, 30.4.2010 in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle  ●  Alles für den Menschen

Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Bildung treffen sich beim 4. Wissen­schaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) am Freitag, den 30. April ab 13 Uhr zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. Unter dem human­wissenschaftlichen Motto „Alles für den Menschen“ stehen am Tagungsort in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle in vier Fachpanels Fragen im Mittelpunkt, die kulturelle und soziale Wertvorstellungen und die Verantwortung der heutigen Ge­sellschaft gegen­über den künftigen Generationen thematisieren: Bildung, Kulturelles Erbe, Gesund­heit und Wirtschaftsethik. Gastgeber sind die UNESCO-Welterbestadt Bamberg und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg mit ihrer starken Kompetenz im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.

Vor Ort präsentieren sich Hochschulen und Forschungseinrichtungen, stellen ihr Zu­kunftspotenzial vor und diskutieren über Entwicklung und Kooperation. Nach der Be­grüßung durch Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke und Universitäts­präsi­denten Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert folgt ein Impulsvortrag des baye­rischen Wissenschaftsministers Dr. Wolfgang Heubisch zur stärkeren Profi­lierung der Wissenschaftslandschaft der EMN.

Im Mittelpunkt des Wissenschaftstags stehen vier parallele Fachpanels, in denen Ver­treter von führenden Wissenschaftseinrichtungen sowie Praktiker aus Bildung und Wirtschaft zu Wort kommen: Das Panel Bildung beschäftigt sich mit der Frage „Was ist gute Bildung?“ aus Sicht der Schulen wie auch der Wirtschaft. Unter dem Motto „Wertvoll auf Dauer“ stellt das Panel Kulturelles Erbe die Bedeutung des kulturellen Erbes als Voraussetzung für Lebensqualität und Standortfaktor für Unternehmen in den Fokus. Im Panel Gesundheit werden vor dem Hintergrund zunehmender Aus­gaben für medizinische Leistungen „Neue For­men der Gesundheitsförderung“ vor­gestellt. Das Panel Verantwortung befasst sich mit wirtschaftsethischen Heraus­for­derungen an eine verantwortungsvolle Unterneh­mens­­führung.

Anschließend wird Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der Universität Erlangen-Nürnberg, die Zielsetzungen und aktuelle Projekte des Forums Wissenschaft der EMN vor­stellen.

Parallel zu den Fachpanels treffen sich außerdem die 54 Oberbürgermeister, Bürger­meister und Landräte der Metropolregion Nürnberg zu ihrer halbjährlichen Rats­sitzung. Als Ehrengast spricht Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick zu den Ratsmit­gliedern.

Zum Ausklang der Tagung lädt der Rat der Europäischen Metropolregion Nürnberg gemeinsam mit dem Premium-Partner Deutsche Telekom die Teilnehmer des Wissen­­schaftstags zu einem gemeinsamen Empfang, bei dem die Kontakte zwischen den Teilnehmern weiter vertieft werden können. Eingeleitet wird der Ratsempfang durch einen Auftritt des Blechbläserquintetts der Bamberger Symphoniker. Zusammen mit Dr. Hans-Martin Rummenhohl von der Deutschen Telekom wird der Ratsvorsitzende der EMN, Dr. Ulrich Maly, unter Mitwirkung seines Stellvertreters Dr. Günther Denzler, Landrat und oberfränkischer Bezirkstagspräsident und des Intendanten der Bamber­ger Symphoniker, Wolfgang Fink, den Empfang eröffnen.

Premium-Partner sind die Deutsche Telekom mit T-Systems in ihrer gelebten Verant­wortung in der Region und die Siemens AG mit ihrem vielfältigen Portfolio und ihrem nachhaltigen gesellschaftlichen Engagement. Weitere Unterstützung kommt von der Oberfrankenstiftung. www.em-n.eu/wissenschaftstag.

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Erfolgsfaktor Unternehmensethos II: Enthumanisierung und Entbettung

Dass wir über Ethik und Moral wieder reden müssen, hat viel damit zu tun, dass sich die Sphäre wirtschaftlicher Entscheidungen in vielen Bereichen von der Lebenssphäre der Menschen weit entfernt hat. In der globalen Welt werden die Entscheidungen in fernen Konzerzentralen oder auch von unternehmensfremden Investoren und Finanziers, den Privat Equity Gesellschaften,  getroffen. Die Märkte sind anonym und unsichtbar geworden und was dort geschieht lässt sich im Einzelnen nur noch schwer nachvollziehen. Es macht schon einen Unterschied, ob ein Manager in einer fernen Konzernzentrale mit einem Federstrich  tausende von Arbeitsplätzen streicht, oder ob er den Menschen dabei ins Gesicht sehen muss. Der Moderne Manager der globalen Wirtschaft ist Kosmopolit, er ist aber auch eine Art Nomade, der auf seinem Karriere-Kreuzzug keine Wurzeln mehr schlägt und dann weiter zieht, wenn nichts mehr zu gewinnen ist, und nicht selten hinterlässt er – um im Bild zu bleiben – verbrannte Erde.

Die Soziologen beschreiben dieses Phänomen der  Entbettung, wenn Menschen ihre soziale Einbettung verloren haben und die Menschen um sie herum zu funktionalen  Objekten werden. Damit geht das Menschliche, auch für diejenigen, die die Weichen stellen, verloren. Das ist eine der großen sozialen und gesellschaftlichen Gefahren.

Wolfgang Böhm
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