Nachwuchs für unsere Zukunft – Zukunft für unseren Nachwuchs

Die GUTMANN ALUMINIUM DRAHT GMBH unterstützt die Initiativgruppe altmühlfranken

Die Lage in der Region altmühlfranken ist tatsächlich ernst. Durch den demographischen Wandel wird es für die Unternehmen in der Region immer schwieriger, für sich Nachwuchskräfte zu sichern. Viele Menschen wandern für ihre Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsplätze ab und kehren oft nicht mehr zurück. Zudem verlieren viele Unternehmen, auf Grund von Pensionierungen, erfahrene Mitarbeiter. Von diesen Problemen sind alle Unternehmen, seien es handwerkliche oder industrielle Betriebe, in gleicher Weise betroffen.

Der GUTMANN ALUMINIUM DRAHT GMBH aus Weißenburg, mit ihrem Geschäftsführer Paul Habbel, liegt es besonders am Herzen der Region den Nachwuchs zu sichern. Paul Habbel ist einer der Gründer der Initiativgruppe altmühlfranken und somit auch der Verantwortliche für die Einbindung von Open Space in diesem Kontext.

Stark gegliederte Vorgaben und Systeme verschwinden, denn Open Space öffnet Räume und soll die Menschen dazu motivieren, neue, unbekannte Wege zu gehen. Mitarbeiter sollen sich, unabhängig von ihrer Stellung im Unternehmen, mit einbringen und in Führung gehen. Aus einem passiven geführt werden, wird ein aktives Führen.

„Führung und Zusammenarbeit mit Mitarbeitern ist vielmehr eine Geisteshaltung, als ein rein betriebswirtschaftlicher Prozess“, so Habbel.

Ziel ist es, die Attraktivität der beruflichen Perspektiven in der Region altmühlfranken und der Nachbarregionen bekannt zu machen und die Potentiale der jungen Menschen möglichst gut zu nutzen. Dabei schließt dies natürlich auch die Jugendlichen ein, die ihre Leistungsfähigkeit in der Schule noch nicht gezeigt haben. Diejenigen, die eher praktisch als schulisch bildbar sind oder in denen sich Qualitäten wie Disziplin, Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit und Höflichkeit noch nicht ausreichend entwickelt haben.

Nur durch eine gemeinsame Anstrengung kann in diesem Zusammenhang ein Erfolg erreicht werden und so trafen sich am 02. und 03. März 2012 in der Senefelder Schule in Treuchtlingen 130 freiwillige Teilnehmer zur Open Space Veranstaltung, die sich in 28 Arbeitsgruppen damit auseinandersetzten.

Die „Konferenz zum Mitmachen“ stand unter dem Motto: „Nachwuchs für unsere Zukunft – Zukunft für unseren Nachwuchs“. Es wurde ein Raum geschaffen, in dem die Teilnehmer ihre Anliegen und Visionen  komplett selbstorganisiert bearbeiten. Dazu erhielt am Anfang der Veranstaltung jeder die Möglichkeit das Thema, beziehungsweise die Intention, die ihm besonders am Herzen liegt, vorzustellen. Es entstand ein großer Marktplatz, auf dem sich die Teilnehmer zusammenfanden, um später in Arbeitsgruppen die verschiedenen Themen zu diskutieren. In der Open Space Konferenz gibt es dabei keine festen Regeln. Es gibt lediglich vier Prinzipien und ein Gesetz, die es einem ermöglichen, so viel beizutragen, wie man es möchte. Es ist auch möglich, während einer Diskussion die Gruppe zu verlassen, wenn man es für sinnvoll erachtet, und man kann in eine andere Gruppe wechseln. Dadurch entsteht eine ungeheure Energie, durch die in kurzer Zeit mit einer großen Zahl an Menschen ein konkretes Projekt entstehen kann. Themen der Veranstaltung waren zum Beispiel: „Akademischen Nachwuchs im Landkreis halten”, „Jugend im öffentlichen Raum”, „Standortfaktor Familienfreundlichkeit” oder „Berufsbildungsmesse altmühlfranken”.

Zu diesen Punkten fanden sich Freiwillige, die über die Konferenz hinaus daran arbeiten möchten. Da die Einladenden einer jeden Arbeitsgruppe angehalten waren, die wichtigsten Punkte und die jeweiligen Ergebnisse zu dokumentieren, können diese nun auf der offiziellen Internetseite der Initiative altmühlfranken heruntergeladen werden.

(http://www.altmuehlfranken.de)

Jeder, der bei einer Gruppe mitmachen möchte, an der er bis jetzt nicht beteiligt war kann dies tun, indem er sich beim Initiator meldet. Nach sechs Monaten haben alle Arbeitsgruppen dann noch einmal die Möglichkeit, in einer Ergebniskonferenz vorzustellen, wo sie gerade in ihrer Umsetzung stehen und welche Schritte sie weiterhin einleiten wollen.

Macht und Kontrolle werden mit dem Prozess des Open Space durch Kraft ersetzt. Nun ist Eigeninitiative gefragt, um diese Kraft sinnvoll einzusetzen!

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