Wirtschaft – Wahrheit – Werte: Gewissen oder gerissen?

Keine Frage: Gewissenlosigkeit im Wirtschaftsleben hat ihren Preis. Muss man sich also letztlich entscheiden: „Gewissen oder gerissen? Oder kann man auch gewinnen durch Gewissen?

Diese Fragen bewegten Ehrengast Prof. Dr. Reinhard Haupt und Dr. Harald Bolsinger gemeinsam mit 35 hochkarätigen Gästen  im Salon im Gartensaal in Nürnberg:

Die Finanzmarktkrise der jüngeren Zeit stellt harte Fragen nach den ethischen Grundlagen im Wirtschaftsalltag. Beim Streben nach Wertzuwachs scheint die Wertebindung vielfach auf der Strecke zu bleiben – das gilt in gleicher Weise für das Geschäftsleben und das Privatleben, für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, für Leistungsträger und Leistungsempfänger unserer Gesellschaft.

Wert- und Werteorientierung – muss das ein Konflikt sein? Wirtschaftsethik ist keine Sozialromantik, sondern ein Verhalten, das beiden Seiten gerecht zu werden hat: den Erfolgszielen und den Ethikprofilen, dem Gewinn und dem Gewissen, dem Wert und den Werten.

Es gibt viele Beispiele in Geschichte und Gegenwart, die belegen: Die Kompassfunktion der Geschäftsmoral mag dem Geschäftserfolg immer wieder zusetzen – auf lange Sicht unterstützt sie das Rufpotenzial und die Reputation von Entscheidungsträgern. Gewissengebundenes Verhalten in Wirtschaft und Gesellschaft sichert deren Leistungsfähigkeit und Stabilität. Der lange Atem einer christlichen Motivation ist auf Zukunftsfähigkeit in der Wirtschaft angelegt, eben auf nachhaltigen und gerade nicht auf hinterhältigen Erfolg. Geschäft und Glaube, Alltagsverantwortung und biblische Maßstäbe ergänzen sich sehr gut.

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